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Deborah Hanekamp: Die Heilerin der Stars

Vom amerikanischen Vogue-Magazin wurde Deborah Hanekamp alias „Mama Medicine“ als „Lieblingsheilerin der Modewelt“ bezeichnet. Wir haben mit der Wahl-New-Yorkerin über ihre Methoden und die Kraft der Natur gesprochen.

23. November 2023


© beigestellt

In der New Yorker Fashionszene ist ihre Mobilnummer heißt begehrt, und auch Hollywood-Größen zählen zu Deborah Hanekamps Stammkunden. Beim Zoom-Interview sitzt die spirituelle Heilerin, die man auch als „Mama Medicine“ kennt, in ihrem weißen Wohnzimmer in Vermont, im Hintergrund turnt ein Hund herum. Im Gespräch erklärt die Buchautorin („Ritual Baths“), wie Menschen zu ihren eigenen Heilern werden können und welche Rolle dabei die Natur und sogenannte Ritualbäder spielen. Wer die charismatische Amerikanerin einmal persönlich kennenlernen möchte: Die Mutter einer Tochter veranstaltet regelmäßig Retreats in Europa, im Juli 2024 kommt sie für eine Woche nach Italien.

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Sie bezeichnen sich als Heilerin. Welche Gabe haben Sie?
Ich bin in der Lage, Menschen klar zu sehen und zu erkennen, wo ihre Knackpunkte liegen. Das kann der Schmerz sein, den sie erlitten haben, oft geht es aber auch um verborgene Talente oder blockierende Verhaltensweisen. Indem ich diese Dinge aufzeige, können meine Kunden sich selbst besser erkennen und in weiterer Folge zu ihrem eigenen Heiler werden.

Mit welchen Themen kommen Menschen zu Ihnen?
Oft sind es berufliche Herausforderungen oder gesundheit­liche Probleme; manche kommen, weil sie sich ein Kind wünschen, sich unglücklich verliebt haben oder umziehen wollen. Andere wollen sich einfach selbst besser kennenlernen oder endlich inneren Frieden erlangen 

Deborah

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Wie sehen Ihre Heilzeremonien aus?
In meinen „Medicine Readings“ höre ich erst mal zu und nehme wahr, was jemand an Themen mitbringt. Dann schließe ich die Augen und fühle mich in die Energie der Person ein; danach spreche ich laut aus, was mir in den Sinn kommt. Meist sage ich Sachen, die die Leute längst wissen, aber noch nie geäußert haben. Am Ende der Sitzung kommt eine Heilzeremonie, und ich gebe das Rezept für ein rituelles Bad mit.

Warum empfehlen Sie Heilbäder?
Mit Wasser reinigen wir nicht nur unseren Körper, sondern auch unseren Geist, durch Salze und Steine kann man zudem Magie ins Badewasser bringen. Hauptsächlich sind die Bäder aber ein Weg, um sich mit der Natur zu verbinden.

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Wie haben Sie gelernt, Ihrer Intuition so stark zu vertrauen?
Ich musste meine Gabe nutzen, um nicht abzurutschen. Ich bin im Nordosten der Vereinigten Staaten in einer länd­lichen Gegend mit strengen religiösen Strukturen aufgewachsen, Alkohol und Drogen waren stark verbreitet.

Bei wem haben Sie Ihre Skills verfeinert?
Angefangen habe ich mit Zen-Meditation und Yoga. Als ich 24 Jahre alt war, hatte ich ein eigenes Yogastudio in New York und traf meinen wichtigsten Lehrer. Fünf Jahre lang habe ich ihn bei seinen Ayahuasca-Zeremonien im Ama­zonas­gebiet unterstützt. Wir haben mit Pflanzen gearbeitet, um die Nieren, die Lunge und die Knochen zu stärken – aber nichts war so tiefgreifend wie das, was ich durch die Arbeit mit Menschen und die Mutterschaft gelernt habe.

Was wäre ein erster Schritt, um sich selbst zu heilen?
Das ist bei jedem anders. Es kann zum Beispiel sein, dass man das Mysterium in sich zulassen und mehr auf seine inneren Bedürfnisse hören muss. Dafür sollte man sich öfter einfach treiben lassen – oder mehr tanzen.

Prominente wie Alicia Keys und Emma Roberts zählen zu Ihren Kunden. Wie kam es dazu?
Als ich mit meiner Arbeit begonnen habe, gab es noch nicht so viele Heiler. Wenn jemand etwas anderes als Akupunktur machen wollte, wurde er zu mir geschickt. Nach der Geburt meiner Tochter habe ich zudem meine Scheu verloren und begonnen, mich auf Social Media zu präsentieren, und habe mein Buch geschrieben – dadurch stieg meine Bekanntheit.

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Was erwartet Menschen auf den Retreats, die Sie anbieten?
Auf dem Frauen-Retreat, das einmal im Jahr in Italien stattfindet, geht es darum, den Funken in sich selbst wieder­zufinden. Die ersten zwei Tage verbringen wir in absoluter Stille – so verschwindet das Gefühl, dass man zwanghaft eine Verbindung herstellen muss. Dann arbeiten wir mit den Elementen, mit Luft und Feuer etwa, und mit Gesängen.

Ihre Arbeit klingt intensiv. Wie tanken Sie selbst auf?
Ich gehe behutsam mit meiner Energie um und lebe auf eine sehr unterstützende Weise in den Bergen und im Wald. 

Dieser Artikel erschien in der Falstaff TRAVEL Ausgabe Herbst 2023.

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