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AdventuresGourmet

Hawaii by Roland Trettl

Roland Trettl im Interview zu Hawaii

14. März 2019


Roland Trettl

Eckhart Witzigmann traute es nur einem zu: Roland Trettl. Und er lag richtig: Zehn Jahre lang war der Spitzenkoch aus Südtirol das Aushängeschild des Salzburger Restaurants Ikarus im Hangar-7, in dem er mit über 100 Gastköchen aus der ganzen Welt kochte.

Anno dazumal war dieses eine Jobangebot für einen Koch in Salzburg in Fachkreisen das Begehrteste & Gefürchtetste zugleich: Gesucht wurde ein Executive Chef, der die Vision des Gastkonzepts mit anderen Köchen endlich in die Tat umsetzen sollte.

Fachlich und handwerklich war Roland Trettl über jeden Zweifel erhaben. Heute wissen wir außerdem, dass Roland Trettl das Gastkochkonzept und damit das Restaurant Ikarus auf der ganzen Welt bekannt gemacht hat. Eine Eigenschaft von ihm spielte dabei sicherlich eine wichtige Rolle: Er tut nur selten das, was man von ihm erwartet…

Und so ganz nebenbei wird er auch der „George Clooney“ der Kochwelt genannt. Wenn das nicht mal eine schmeichelhafte Auszeichnung ist.

"Um zu lernen, muss man schon mal über den Tellerrand blicken und sich durch die Welt verkosten. " Roland Trettl

Fragen an Roland Trettl

Wie beginnst du deinen Tag?

Der Tag beginnt bei mir mittlerweile etwas früher und ich versuche, mindestens 4x die Woche morgens laufen zu gehen, immer eine Strecke von ca. 10 Kilometern. Anschließend beginnt dann mein Arbeitstag in der Küche.
 

Die größte Herausforderung in der Küche?

Die größte Herausforderung sollte immer sein, die Gäste glücklich zu machen. Das sollte nicht nur in der Küche sondern allgemein in der Gastronomie so sein. Mehr gibt’s nicht.

Du gilst als Legen des Hangar 7, welche Erinnerungen hast du an deine Zeit im Ikarus?

Ich wohne ja noch nach wie vor in der Nähe von Österreich, in Bad Reichenhall. Ich bin auch sehr oft in Salzburg und generell in Österreich unterwegs. Meine elf Jahre im Ikarus waren unglaublich intensiv und prägend. Abgesehen von dem hohen Stressfaktor habe ich dort die tollsten Menschen, neue Kulturen und die besten Köche der Welt kennengelernt. Ohne meine Arbeit dort wäre das in diesem Ausmaß nie möglich gewesen. Diese Arbeit hat meine Lebenseinstellung sehr positiv beeinflusst.
 

Du kennst sie alle - von den besten Köchen der Welt wie Joan Roca oder René Redzepi über die Drei-Sterne-Cuisiniers der Gourmet-Welthauptstadt Paris bis zu den Avantgarde-Chefs Australiens, der USA oder Japans. Fährst du sie besuchen?

Wenn ich die Zeit habe: Ja. Die österreichische Küche hat eine unbezahlbare Vielfalt und Raffinesse, ein Talent, aus ganz wenigem etwas Außerordentliches entstehen zu lassen. Aber um zu lernen, muss man schon mal über den Tellerrand blicken und sich durch die Welt verkosten.
 

Wo verbringst du dann deinen Urlaub?

Definitv Hawaii. Die haben ein Top Produkt, sind wahnsinnig gelassen, das Klima ist perfekt und es herrscht dort keine Kriminalität. Da ich geschäftlich das ganze Jahr in so vielen Hotels bin, miete ich im Urlaub immer ein privates Haus. Ich möchte im Urlaub nicht eingeschränkt sein. Und wenn ich angenommen um 5 Uhr Nachmittags nackt frühstücken möchte, dann will ich das tun können…
 

Was sind deine Hotspots auf Hawaii?

Haha, ganz klar: Das Food & Wine Festival auf O’ahu. Das ist meistens Anfang November mit über hundert lokalen Köchen und dutzenden Ständen mit regionalen Produkten.

"Die größte Herausforderung sollte immer sein, die Gäste glücklich zu machen. " Roland Trettl

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