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Neuseeland erleben: Das sind die schönsten Spots auf der Nord- und der Südinsel

Nicht umsonst ist Neuseeland ein wahrer Insider-Tipp. Die Nord- und Südinsel begeistern mit zahlreichen atemberaubenden Orten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

29. Oktober 2021


Jetzt ist der optimale Zeitpunkt, um in Neuseeland der Kälte zu entfliehen. Denn auf dem Inselstaat beginnt gerade der Frühling und die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Ob Gebirge, die am Himmel kratzen, Vulkane, kilometerlange Sandstrände oder Dschungel - wer die lange Anreise auf sich nimmt, wird mit unzähligen pittoresken Gegenden und dem Inbegriff von Natur belohnt. Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf der Nord- und der Südinsel von Neuseeland, das von den Ureinwohnen Māori auch „Aotearoa“ genannt, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Auckland: Die größte Stadt Neuseelands

Wer im sogenannten „Northland“ startet, beginnt seine Reise meist unweigerlich in der inoffiziellen Hauptstadt Neuseelands. Bei der Stadt, die eine Kombination aus Wolkenkratzern, einer weitläufigen Hafengegend, einer vielfältigen Restaurant-Szene und ruhigen Vororten ist, scheiden sich die Geister: Die einen wollen direkt in den grünen Kern des Landes aufbrechen, die anderen lieben den Flair der größten Stadt des Inselstaates. Doch die Stadt bietet seinen Besuchern unzählige Freizeitmöglichkeiten: Bummeln auf der Queens Street, laue Sommerabende in einem der vielen Restaurants im Viaduct Harbour oder im Britomart genießen oder einen Ausflug mit einer Fähre nach Waiheke Island machen.

Von vielen fälschlicherweise als Hauptstadt Neuseelands benannt: Auckland. © Dan Freeman

Bay of Islands & Paihia

Ein weiterer Fixpunkt jeder Neuseeland-Reise sollte die Bay of Islands und der größere Ort Paihia sein, die ebenfalls nördlich von Auckland liegen. Paihia, auch „die Bucht der blauen Inseln“ genannt, ist besonders bekannt für seine landschaftliche Schönheit und türkisfarbenes, kristallklares Wasser. Von Paihia aus legen täglich mehrere Watching Boats ab, mit denen man die Gegend der Bay of Islands erkunden kann und nicht selten auch Orcas oder Delfine beobachten kann. Das landschaftliche Paradies ist aus diesem Grund bei Touristen sehr beliebt.

Die „Bucht der blauen Inseln“ überzeugt mit türkisfarbenem, kristallklarem Wasser. © Linde Lanjouw

90 Miles Beach & Cape Reinga

Ganz oben im Norden an der Westküste wartet der 90 Miles Beach auf die Urlauber, ein schier unendlicher Sandstrand, der durch seine starken Windböen optimal für Surfer geeignet ist. Aber auch die weitläufigen Sanddünen bilden eine schöne Fotokulisse. Wer mit dem Camper Van kommt, sollte hier jedoch aufpassen: In den meisten Fällen ist das Befahren des Strandes per Mietvertrag verboten, da viele Autos dort schon stecken geblieben sind. Den allernördlichsten Punkt bildet das Cape Reinga, das mit einem einsamen Leuchtturm geschmückt ist und einem einen spektakulären Ausblick über die Küste und den Ozean bietet. Auf dem Weg hin trifft man kaum mehr eine Menschenseele und kann das Cape Reinga meist in völliger Einsamkeit genießen.

Am nördlichsten Punkt der Nordinsel erwartet die Besucher der 90 Miles Beach und der Leuchtturm Cape Reigna. © Jake Kokot

Coromandel

Ein wenig weiter südlich auf der Nordinsel, etwa zwei bis drei Stunden Fahrt mit dem Auto von Auckland entfernt, liegt der Coromandel Forest Park. Hier lohnt es sich alleine für die Aussicht, mit dem Auto der geschwungenen Küstenstraße zu folgen. Wer noch mehr Ausblick möchte, kann eine Fahrt mit dem Driving Creek Railway unternehmen, eine alte Bergbahn, die die Besucher durch den satt-grünen Wald in die Höhe bringt. Von unterwegs werden einem hier spektakuläre Aussichten über das Land geboten. Ebenfalls ein Must-See im Coromandel Forest Park ist die Cathedral Cove. Vom Parkplatz aus geht ein gemütlicher Pfad nach unten an den Strand, wo man durch die Höhle spazieren und den weißen Sandstrand und das türkise Wasser genießen kann.

 
 
 
 
 
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Rotorua

Nicht umsonst ist Neuseeland für seine landschaftliche Vielfalt bekannt: So befindet sich dort auch eines der größten und bekanntesten Geothermalgebiete der Welt, welches das kleine, unauffällige Städtchen Rotorua zu einem der beliebtesten Reiseziele auf Neuseeland macht. Während die Stadt selbst nicht vor Sehenswürdigkeiten strotzt, ist ein Besuch in einem der vielen Thermal-Parks aber auf jeden Fall ein Muss. Hier können Besucher zu Fuß die Gegend erkunden, Geysire, heiße Quellen und blubbernde Schlammlöcher beobachten und die geothermische Aktivität auch durch ihre Nase wahrnehmen – denn ein leichter Schwefelgeruch ist hier allgegenwärtig.

 
 
 
 
 
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Taupo & das Tongariro Alpine Crossing

„Herr der Ringe“-Fans aufgepasst! Jetzt geht es sozusagen ins Herzen Mordors, denn Taupo ist ein beliebter Ausgangspunkt für das bekannte Tongariro Alpine Crossing. Diese Stresse ist definitiv nichts für schwache Nerven, denn vom Basiscamp in Taupo geht es zum Startpunkt der Wanderung, die rund sechs bis acht Stunden in Anspruch nimmt. Festes Schuhwerk und warme Kleidung ist hier definitiv ein Muss! Für die Anstrengung wird man jedoch reichlich entlohnt: Vulkane, Krater und türkisblaue Bergseen wie der Emerald Lake machen die Wanderung zu einem wahren Erlebnis. Für die Reise zurück zum Basislager gibt es Shuttle-Busse.

© Adrian Aletti/ Unsplash, Daniel Chen/ Unsplash

Kaiteriteri & der Abel Tasman Nationalpark

Wer weniger Zeit zur Verfügung hat und sich daher nur eine der beiden Inseln Neuseelands anschauen kann, verpasst definitiv etwas. Denn wenn man meint, dass es schöner nicht mehr sein kann, kommt die Südinsel und strotzt nur so vor Augenweiden. Ganz oben im Norden der Südinsel ist eines der ersten Must-Sees der Abel Tasman Nationalpark. Dieser ist zwar flächenmäßig der kleinste Nationalpark Neuseelands, ist jedoch an goldfarbenen Stränden und kleinen Buchten nicht zu übertreffen. Ein Großteil des Gebietes ist nur über den Wasserweg erreichbar, daher bietet es sich an, die Gegend mit einer Kajaktour zu erkunden. Dabei bekommt man einerseits die Küste von seiner schönsten Seite zu sehen, andererseits hat man auch die Möglichkeit, Wildtiere wie beispielsweise den seltenen Blue Penguin zu beobachten.

 
 
 
 
 
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Puponga & Farewell Spit

Der nördlichste Punkt auf der Südinsel ist eine rund 34 Kilometer lange Sandzunge, auf deren Spitze ein Leuchtturm thront. Das Gebiet rund um den sogenannten Farewell Spit ist seit den 30er Jahren ein international anerkanntes Vogelschutzgebiet und es ist sehr lohnenswert, sich Zeit zum Entdecken der Umgebung zu nehmen. Besucher finden dort nicht nur allerlei seltene Vogelarten, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die eine oder andere Robbe sowie kilometerlange Dünen und sanfte Hügel. Der größte Ort in der entlegenen Landschaft ist Puponga, wo man zahlreiche Möglichkeiten für Horse Treks entlang der Golden Bay findet. Das ist nicht nur ein einzigartiges Erlebnis, sondern eine tolle Option, das weitläufige Gebiet zu erkunden.

© Kuno Schweizer/ Unsplash, Jeremy Rasmussen/ Unsplash

Franz Josef Glacier & Fox Glacier

Auch die Südinsel kann mit hohen Bergen punkten. So befinden sich zwei weltbekannte Gletscher dort: Der Franz Josef Gletscher und der Fox Gletscher. Beide Gletscher liegen relativ nahe beieinander und es bietet sich an, diese mit einem Helikopterflug mit Schneelandung anzuschauen. Wer das nicht möchte, kann auch zu Fuß den Weg bis zur Gletscherzunge zurücklegen. Beim Franz Josef Gletscher liegt der Startpunkt für die Tour etwas außerhalb der Ortschaft Franz-Josef-Village, wo man dann rund 1,5 Stunden durch das atemberaubende Gletschertal wandern kann. Dieses ist dicht bewachsen und man wandert durch den schönen Regenwald, vorbei an Wasserfällen und übermoosten Steinlandschaften bis hin zum Aussichtspunkt. Auch beim Fox Gletscher, der rund 3.000 Meter hoch ist und sich 13 Kilometer lang hinab bis zum Regenwald auf einer Höhe von 300 Meter zieht, gibt es eine rund einstündige Wanderroute zur Gletscherzunge. Die Strecke ist einfach zu bewältigen und lohnt sich, denn nur wenige Gletscher weltweit sind so einfach zu erreichen wie dieser.

© Jeff Finley/ Unsplash, Daniel Lienert/ Unsplash

Das Fjordland: Te Anau, Doubtful Sound & Milford Sound

Ein sehr bekannter Ort vor dem Fjordland ist Te Anau. Das liegt nicht nur daran, dass von dort der berühmte Milford Sound Highway (SH 94) zum sogenannten König der Fjorde, dem Milford Sound, beginnt, sondern auch an den Te Anau Glowworm Caves, die unbeschreiblich schön sind. Gestartet wird mit einer Fahrt über den Lake Te Anau, bevor man durch das Höhlensystem geführt wird und magische Momente in der Glühwürmchen-Höhle erlebt. Wenn man dann noch die rund 2,5 Stunden andauernde Fahrt zum Milford Sound auf sich nimmt, bekommt man alles, was Neuseeland ausmacht: Mystische Landschaften, imposante Gipfelketten und eine spektakuläre Tierwelt. Auf dem letzten Drittel der Strecke passiert man den Homer Tunnel, der in den 30er Jahren in den Fels gehauen wurde und einspurig ist. Daher kommt es öfter zu Wartezeiten vor dem Tunnel, die man allerdings in guter Gesellschaft verbringt: Der weltweit einzige Bergpapagei, Kea genannt, hat dort seine Heimat und die putzigen Tiere sind sehr zutraulich. Der Milford Sound selbst emfpängt die Besucher mit aus dem Meer emporragenden Bergen wie dem Mitre Peak, Regenwäldern und an den steilen Hängen hinabstürzende Wasserfälle wie die Stirling Falls und die Bowen Falls.

 
 
 
 
 
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Gleichermaßen bekannt aber weniger zugänglich ist der Doubtful Sound, ein Fjord, der nur mit dem Schiff oder mit dem Helikopter von Manapouri aus zu erreichen ist. Dort kann wirklich jeder abschalten, denn mit Handy-Empfang ist in dieser entlegenen Gegend nicht mehr zu rechnen. Es gibt kaum mehr Straßen und im Geflecht der Landzungen, Flüsschen und Fjorde wohnt niemand. Auch dieser Fjord beheimatet einige Seelöwen-Kolonien, Pinguine, Wale und Delfine und ist ein wahres Juwel der Natur.

 
 
 
 
 
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Heimat der Abenteuerlustigen: Queenstown

Weit über die Landesgrenzen hinaus ist Queenstown als die Abenteuer-Hauptstadt Neuseelands bekannt, denn dort findet jeder Action nach seinem Geschmack: Vom Helikopterflug über die umliegende Berglandschaft über einen Bungee-Sprung, einem Tandem-Sprung mit der Nevis-Swing oder einer Fahrt über den Wakatipu See – den Wünschen sind hier keine Grenzen gesetzt. Aber auch abseits der vielen Aktivitäten ist Queenstown ein extrem lebendiges Städtchen mit jeder Menge Cafés und Restaurants, Bars und Geschäften. Hier treffen Touristen aus aller Welt zusammen und vor allem abends erwacht die Stadt zum Leben.

 
 
 
 
 
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Christchurch

Wenn man Christchurch hört, denken nicht wenige an das Erdbeben im Jahr 2011. Nicht umsonst, denn die Stadt konnte sich bis heute noch nicht ganz von der Naturkatastrophe erholen. Nichts desto trotz ist das Stadtzentrum einen Besuch wert: Am Cathedral Square, bei dem einst die Kathedrale von Christchurch stand, welche beim Erdbeben vollends zerstört wurde, führt kein Weg vorbei. Nur unweit davon befindet sich der Avon River mit schönen Fleckchen, bei denen man eine Pause vom Sightseeing und Shopping einlegen kann. Hier kann man sich auch ein Kajak ausborgen und gemütlich über den Fluss paddeln. Am Wochenende ist der Christchurch Farmers Market besonders zu empfehlen, bei dem lokale und regionale Spezialitäten zu ergattern sind.

Am Avon River gibt es viele hübsche Fleckchen, die zum Verweilen einladen. © Brendan Pfahlert

Kaikoura

Ein weiterer Hotspot ist das ehemalige Fischerdörfchen Kaikoura. Was auf den ersten Blick wirkt wie ein verschlafenes Örtchen, ist eigentlich die Whale-Watching-Hauptstadt von Neuseeland. Vor der Küste der Halbinsel tummeln sich unzählige Delfine, Seehunde, Pottwale, Buckelwale und Orcas. Wer Kaikoura mit auf seine Route nimmt, sollte es nicht verpassen, die majestätischen Wale zu beobachten und mit den Seehunden schnorcheln zu gehen – Erlebnisse, die man nie wieder vergisst. Überdies sind in der näheren Umgebung auch Albatrosse beheimatet, die sehr selten sind und deren Flügel eine Spannweite von bis zu 3,3 Meter erreichen können. Wer sich für die Fauna Neuseelands interessiert, darf Kaikoura auf keinen Fall auslassen.

 
 
 
 
 
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