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Winter im Orient: Märchenhaftes Marokko erleben

Kultur, Exotik und warme Temperaturen: Für einen Erlebnisurlaub unweit von Österreich eignet sich das orientalische Marokko als Reiseziel optimal.

8. November 2021


Wer in seinem Urlaub in eine gänzlich andere Welt eintauchen möchte, muss dafür gar nicht unbedingt weit reisen: Nur etwa vier Flugstunden entfernt von Österreich liegt ein Land voller Kultur, orientalischem Flair und landschaftlicher Vielfalt: Marokko. Durch seine geografische Lage direkt an der stürmischen Atlantikküste mit zahlreichen Surfspots, seinem warmen Klima, seinen Wüsten und grünen Oasen sowie den exotischen Königsstädten bietet die Destination seinen Besuchern alles, was man sich für einen Winterurlaub wünschen könnte. Diese Orte sollten Sie keinesfalls verpassen, wenn Sie in Marokko sind.

Königsstadt Marrakesch

Fast nirgends in Marokko ist der Tourismus so stark spürbar wie in Marrakesch. Wer sich also einen Traum aus 1001 Nacht erwartet, wird bei seiner Ankunft recht schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: Während die Hotels und die traditionellen Riads (marokkanische Unterkünfte) traumhaft schön und geschmackvoll sind und genau der Fantasie entsprechen, können die wuseligen Souks (arabische Märkte), Menschenmassen, Eselkarren und anderen Tiere, vorbeirauschende Mopeds und allerlei Gerüche und Eindrücke, welche auf einen einprasseln, schnell überfordernd wirken. Dennoch sollte man das Abenteuer Marrakesch nicht von seiner Liste streichen: In der Medina, der Altstadt Marrakeschs, können Besucher in einem Labyrinth aus engen Gässchen völlig in die Kultur des Landes eintauchen. Hier findet man auch die Souks, wo Teekannen, Teppiche, Lampen, Gewürze, Schuhe, Schals und viele andere Dinge zum Kauf angeboten werden – perfekt, um Souvenirs zu finden. Jedoch sollte man unbedingt über den Preis verhandeln, denn Händler verlangen immer das Doppelte bis Dreifache von dem, was sie sich in etwa vorstellen.

© rigel/ Unsplash, Jessica Kantak Bailey/ Unsplash

Der Djemaa el Fna, der berühmte Marktplatz im Herzen von Marrakesch, ist vermutlich die wichtigste Sehenswürdigkeit und erwartet seine Besucher mit einem pulsierenden, bunten Treiben aus Gauklern, Trommlern, Essensständen und hunderten Zelten mit verschiedenen Waren und Kunsthandwerk. Ein Besuch auf dem Djemaa el Fna ist auf alle Fälle ein unvergessliches Erlebnis. Ein ganz besonderes Highlight sind die Rooftop-Bars und Restaurants, die sich am Rande des Platzes sammeln und Aussicht auf spektakuläre Sonnenuntergänge mit Blick über die Dächer der Stadt bieten. Ein weiteres Must-See ist der prachtvolle Bahia-Palast mit seiner andalusischen und maurischen Architektur. Wer noch nicht genug hat, kann sich auch eine der vielen Moscheen wie beispielsweise die Koutouiba-Moschee ansehen oder im Jardin Majorelle, einem Garten, der vom französischen Künstler Yves Saint Laurent gekauft und in mehreren Etappen aufwändig umgestaltet wurde, spazieren gehen.

 
 
 
 
 
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Sonne, Strand und Meer in Essaouira, Agadir und Taghazout

Für all jene, die Sehnsucht nach strahlendem Sonnenschein und einer frischen Meeresbrise haben, bietet Marokko mit den Städten Essaouira, Agadir und Taghazout top Destinationen. Die Küstenstädte am windigen Atlantik warten mit breiten, feinsandigen Stränden und optimalen Bedingungen zum Surfen auf ihre Besucher. Besonders in Agadir und Essaouira findet man viele schicke Luxushotels und zahlreiche Bars und Restaurants an der Strandpromenaden. Wer es authentischer möchte, sollte sich die kleinen Dörfchen zwischen den beiden Städten wie Taghazout vornehmen. Dort gibt es nicht nur tolle Surfspots, sondern die ehemaligen Fischerdörfchen erwarten einen mit bunt gefliesten Gässchen, traditionellem Essen und jede Menge handgewebten Teppichen.

Essaouira ist nicht nur eine sehenswerte Stadt, sondern bietet auch optimale Bedingungen für Surf-Anfänger. © Peter Schulz/ Unsplash

Eine sternklare Nacht in der Wüste Erg Chabbi verbringen

Spätestens bei einer Übernachtung in der Erg Chebbi Wüste sollte bei jedem Urlauber das ultimative Orient-Feeling aufkommen. Ausgangspunkt für die Reise in die Wüste bildet der kleine Ort Merzouga, den man nach einer Fahrt durch das spektakuläre Atlasgebirge erreicht. Von dort aus geht es auf dem Rücken der Kamele über die weitläufigen Sanddünen zum Wüstencamp. Dort erwartet die Besucher in der Regel ein traditionell marokkanisches Essen und ein atemberaubender Sonnenuntergang von den Dünen aus – abenteuerliche Erinnerungen garantiert!

Eine Nacht in der Wüste Erg Chabbi ist garantiert ein unvergessliches Erlebnis. © Peter Schulz/ Unsplash

In Fès in die Geschichte des Landes eintauchen

Die älteste Königsstadt in Marokko, Fès, ist ganz zurecht eines der beliebtesten Reiseziele des Landes: Die Altstadt, “Fès el Bali“, ist ein UNESCO Weltkulturerbe und die weltweit größte mittelalterliche Altstadt. Auch diese Altstadt ist ein Ort, der einen mit seiner Größe, seinen Gerüchen und Geräuschen sofort in den Bann zieht. Alleine ein Besuch bei den Stadttoren ist ein Erlebnis: Das Bab Rcif, das östliche Eingangstor, ist ein großer Platz des Zusammenkommens für die Einheimischen und Ausgangspunkt unzähliger verwinkelter Gassen. Auch vom westlichen Eingangstor, dem Bab Bou Jeloud, können Besucher ihre Entdeckungstour starten. Das prächtige, blaue Tor gilt als das schönste und prächtigste Stadttor von Fès und ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Kurioserweise wird der der Bereich hinter dem Tor von Einheimischen als „Platz der verlorenen Touristen“ bezeichnet, was sicherlich nicht ganz unwahr ist – denn in der Altstadt von Fès kann man sich schnell verlieren.

 
 
 
 
 
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Am bekanntesten ist Fès für das Gerberviertel, wo Arbeiter nach wie vor nach traditionellen Methoden Leder per Hand gerben und färben. Dabei stehen die Arbeiter hüfthoch in den großen Bottichen mit verschiedenen Flüssigkeiten und verarbeiten die Tierhaut. Je näher man dem Viertel kommt, desto intensiver wird der Geruch, der von vielen Touristen als unerträglich beschrieben wird. Daher bekommt man im Umkreis überall Minze zu kaufen, die man sich vor die Nase halten kann. Obwohl ein Besuch im Gerberviertel oft nur für die Schleimhäute reizvoll ist, sollte man das das Viertel gesehen haben – authentischer geht es nicht. Allen, denen dieses Erlebnis emotional und vom Geruch her zu viel ist, können die Arbeiter im Gerberviertel aus Vogelperspektive von der Terrasse eines Ledershops beobachten.

Obwohl es einem bei einem Besuch im Gerberviertel wortwörtlich den Atem verschlägt, gilt es als absolut sehenswert. © Adam Jang/ Unsplash

Die größte Moschee Afrikas in Casablanca besichtigen

Die größte und wichtigste Stadt Marokkos ist Casablanca, welche das wirtschaftliche Zentrum des Landes bildet und ein Zuhause für rund drei Millionen Menschen ist. Am Stadtrand säumen sich herrschaftliche Villen mit grünen Vorgärten, die stolz und erhaben wirken, während das Stadtbild sonst eher von Hochhäusern und weniger orientalischem Flair geprägt ist. Dafür befindet sich dort die imposante Hassan-II.-Moschee, die größte Moschee Afrikas und das wohl eindrucksvollste Gebäude Marokkos. Alleine der Anblick dieses gigantischen Bauwerks mit dem zweithöchsten Minarett der Welt, den grafischen Steinplatten und einem riesigen Vorplatz, bei dem sich locker bis zu 25.000 Menschen einfinden können, macht einen Zwischenstopp in Casablanca lohnend. Wer mehr Zeit in Casablanca eingeplant hat, kann auch noch das Viertel mit dem Namen Quartier Habous besichtigen, das in den 20er Jahren angelegt wurde und an einen Souk erinnert – jedoch einen gemütlichen. Hier finden Urlauber viele unterschiedliche Shops mit Gewürzen, Souvenirs und traditionellem Handwerk.

© Hans-Jürgen Weinhardt/ Unsplash, rigel/ Unsplash

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