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© Ervin Lukacs/ Unsplash
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5 Städte in Osteuropa, die gerne unterschätzt werden

Venedig, Barcelona, London, Paris… Wenn man an eine Städtereise in Europa denkt, kommen einem diese Ziele sofort in den Sinn. Viel zu oft werden die Städte im Osten Europas unterschätzt, die für ihre Besucher einiges zu bieten haben.

9. November 2021


Wer eine Städtereise in Europa plant, stößt bei seiner Recherche schnell auf Destinationen in Frankreich, Spanien oder Italien. Das verwundert nicht, denn diese Länder warten mit einer Menge historischer Städte auf Reisende, die für einen Besuch äußerst lohnenswert sind. Dennoch sollte man Reiseziele in Ungarn, Polen oder Russland nicht außer Acht lassen, denn diese sind teilweise noch echte Geheimtipps und haben vieles zu bieten: Malerische und berühmte Sehenswürdigkeiten, märchenhafte Städte und hippe Locations. Hier finden Sie die fünf schönsten Städte in Osteuropa, die Sie unbedingt gesehen haben sollten.

Die ehemalige Hauptstadt des Zarenreichs: St. Petersburg

Sie wird aufgrund ihrer über 600 Brücken auch als Venedig des Nordens bezeichnet, war früher als Mode-Hochburg bekannt und ist mit mehr als 120 Museen, 40 Theatern und rund 1.000 architektonischen Sehenswürdigkeiten DIE russische Kulturhauptstadt: St. Petersburg. Überall in der Stadt ist die zaristische Geschichte des Landes spürbar und ein Gebäude ist prachtvoller als das andere: So wartet der Katharinen-Palast mit seinem weltberühmten Bernsteinzimmer oder das Kunstmuseum Eremitage mit seiner atemberaubenden Außenfassade auf die Besucherinnen der Stadt. Auch die historische Innenstadt kann sich sehen lassen: Das UNESCO-Weltkulturerbe strotzt nur so vor barocken Gebäuden, die zwischen den Kanälen herausragen. Ähnlich wie in Venedig werden auch hier Bootsfahrten durch die Kanäle angeboten, bei denen man eine tolle Perspektive auf die sagenhaften Bauwerke hat. Wen das noch nicht überzeugt hat, der ist es spätestens, wenn er die lokalen Köstlichkeiten probiert: Traditionelle russische Teigtaschen „Pelmeni“ oder das weltbekannte Boeuf Stroganoff.

© Stanislav Kondratiev/ Pexels, Dan Tuykavin/ Unsplash

Vielfalt in Sofia genießen

Dass die Hauptstadt Bulgariens optisch ein echtes Kunstwerk ist, liegt sicherlich nicht nur am Witoscha-Gebirge, das sich im Hintergrund als prächtiges Panorama erhebt. Auch die jahrtausendealte Geschichte und die historischen Sehenswürdigkeiten wie die Alexander-Newski-Kirche machen die Stadt zu einem einzigartigen Ziel für Städtereisen. Zudem ist Sofia unheimlich vielfältig und voller Kontraste: Hier treffen Kathedralen auf Street-Art, wie z.B. in der Tsar Ivan Shishman Straße, Fast Food Ketten auf traditionelle bulgarische Meyhanas und Ostblockcharme mit Plattenbauten und nostalgischen Straßenbahnen wie am Vitosha Boulevard auf Moderne.

Das Wahrzeichen der Stadt: Die Alexander-Newski-Kathedrale. © Ivan Nedelchev/ Unsplash

Die Stadt der goldenen Kuppeln: Kiew

Auch die ukrainische Hauptstadt im Herzen des Landes ist für ihre Vielfalt bekannt und ist allgemein noch ein eher unbekanntes Reiseziel. Kiew bietet jedoch viele idyllische Plätze, architektonische Denkmäler, Gebäude und Museen, welche die Stadt zu einem Must-See für Kulturliebhaber macht. So finden Reisende dort unter anderem das Kiewer Höhlenkloster aus dem 11. Jahrhundert, zu dem mehrere Kirchen mit goldenen Dächern gehören, die der Stadt ihren Spitznamen verleihen. Zudem gibt es zahlreiche Veranstaltungen für Fans der klassischen Musik sowie Ballett- und Theateraufführungen, die die Kulturszene der Stadt entscheidend prägen. Wer auf dem Majdan Nesaleschnosti, dem großen Platz, flanieren möchte, wo einst Demonstrationen gegen die Regierung stattgefunden haben, kann dies in Kiew getrost tun und sich auf eine Entdeckungsreise zwischen Zwiebeltürmen und östlicher Großstadtatmosphäre in dieser vom Wandel geprägten Stadt begeben.

 
 
 
 
 
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Das Paris an der Weichsel: Krakau

Ein Magnet für Kulturinteressierte aus ganz Europa ist Krakau mit seinem geschichtsträchtigen Stadtzentrum und seinem unvergleichlichen Charme. Dort befindet sich unter anderem der größte Marktplatz Europas, um den sich viele Paläste und Kirchen säumen. Nicht umsonst ist die Stadt auch ein wichtiges Zentrum für die europäische Filmszene und ein wichtiger Drehort für Filmproduktionen in ganz Europa: So wurde hier unter anderem der Weltklassiker „Schindlers Liste“ produziert. Hauptort des Filmdrehs war vor allem das Viertel Kazimierz, ein jüdischer Bezirk, der ein UNESCO-Weltkulturerbe ist und ebenfalls äußerst lohnend für einen Besuch ist. Heute ist Kazimierz vor allem eines: das kreative Zentrum von Krakau. Hier finden Touristen zahlreiche Cafés, Bars, Galerien und Museen sowie natürlich einige Synagogen. Wer gerne Zeit in der Natur verbringt, sollte unbedingt einen Spaziergang am Weichsel-Ufer einplanen, der am Wawel-Schloss vorbeiführt. Auf dieser Route findet sich auch das eine oder andere Hausboot, das die Reisenden mit polnischer Küche, polnischem Bier und heißem Herbata-Tee verwöhnt.

© Lucas Albuquerque/ Unsplash, Grafi Jeremiah/ Unsplash

Die Schwesterstadt von Wien: Budapest

Wenn man durch Budapest läuft, wird man unweigerlich an die Stadt Wien erinnert, denn beide Städte teilen eine ähnliche Architektur. Budapest ist allerdings weniger herausgeputzt und genau das macht den Reiz der Stadt aus. Budapest teilt sich grob gesprochen in zwei Stadtteile: Buda und Pest. Die beiden Stadtteile werden durch die imposante Kettenbrücke miteinander verbunden, deren Besuch man optimal mit dem Besuch des Burgviertels kombinieren kann. Auf dem Burg-Berg, den man bequem via Standseilbahn oder zu Fuß erklimmen kann, befinden sich einige Highlights wie die Fischerbastei, die Matthiaskirche und der Burgpalast. Zudem hat man vom Burg-Berg aus einen tollen Ausblick über die gesamte Stadt und kann auch das eine oder andere Wahrzeichen wie beispielsweise das Parlamentsgebäude aus der Vogelperspektive ansehen. Dieses lohnt sich allerdings auch von Nahem: der neugotische Prachtbau ist gigantisch und überzeugt mit einer eindrucksvollen Ansicht. Auch Erholungssuchende kommen in Budapest voll auf ihre Kosten, denn dort gibt es über 100 heiße Quellen, aus denen Wasser für die zahlreichen Thermalbäder gespeist wird. Zu den bekanntesten zählen das Széchenyi-Heilbad mit seinem prunkvollen Außenbereich und das Gellért-Bad wegen seiner Jugendstil-Architektur. Zu guter Letzt ist auch die ungarische Küche mit herzhaften Langos, Gulasch oder gefüllten Paprika ein guter Grund, Budapest zu besuchen.

© Emma Fabbri/ Unsplash, Jason Blackeye/ Unsplash, Paréj Richárd/ Unsplash

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