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© Sanctuary Retreats
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Great Migration: Die einzigartige Wildlife Experience

Wenn sich rund 1,5 Millionen Gnus und 250.000 Zebras und Gazellen todesmutig in die Fluten stürzen, hat eines der spektakulärsten Tierphänomene seinen Höhepunkt erreicht: Wer die Great Migration einmal miterlebt hat, vergisst sie nie wieder. Unvergesslich ist auch der Komfort in den luxuriösen Safaricamps.

8. August 2022


Zuerst ist die Veränderung kaum wahrnehmbar, doch je näher der Jeep des Serengeti Bushtops Luxury Camps in der frühen Morgendämmerung dem Mara-Fluss im südlichen Kenia kommt, desto aufgeregter werden die Guides. Sie sind sich sicher: Heute ist der große Tag, heute werden die Gnus, Zebras und Gazellen endlich in Bewegung kommen und über den Fluss setzen, nachdem sie tagelang an dessen Ufer ausgeharrt haben. Auch die Safarigäste (es sind maximal vier Personen in einem Fahrzeug, sodass jeder freie Sicht und genug Platz für seine Fotoausrüstung hat) merken, dass etwas in der Luft liegt.

Great Migration

Das spektakuläre Tierphänomen versetzt Besucher auf Safari ins Staunen. © Unsplash

Dann nähern sich auch schon die ersten Gnus mit angespannten Muskeln dem Wasser – und stürzen sich todesmutig in die Fluten. Ihnen werden in den nächsten Tagen Tausende Artgenossen folgen. Die Anspannung der Tiere ist berechtigt: Für viele Wildtiere bedeutet der Sprung ins Wasser tatsächlich den Tod, denn im Fluss warten unzählige hungrige Krokodile auf Beute.

Great Migration

Lauernde Gefahr: Fressfeinde sind ständige Begleiter der wandernden Tierherden; sie warten in Form von Raubkatzen und Krokodilen. © Sanctuary Retreats

Kamera zücken

Nicht alle der rund zwei Millionen Tiere, die sich auf der Suche nach Futter und Wasser Anfang des Jahres auf den Weg vom Süden der Serengeti in Tansania in den Norden der Masai Mara in Kenia gemacht haben, sind zu diesem Zeitpunkt noch unterwegs, denn die Passage des Mara ist bereits die zweite gefährliche Flussüberquerung. Früher oder später kommen die Tiere, die die erste Hürde genommen haben, an einen von etwa zehn Überquerungspunkten entlang des Mara.

Great Migration

Afrikanische Elefanten haben größere Ohren, als ihre asiatischen Artgenossen. Sie helfen ihnen, die hohen Temperaturen Afrikas besser zu ertragen.© Unsplash

Hier werden sie von Reisenden aus der ganzen Welt erwartet, die im Schnellmodus die Auslöser ihrer Fotoapparate drücken, um eine spektakuläre Szene nach der anderen festzuhalten – aber auch die natürlichen Fressfeinde der Tiere freuen sich. Jene „Wanderer“, die es lebend ans andere Ufer schaffen, haben erst mal einige Wochen Verschnaufpause auf den grünen Ebenen der Masai Mara. Erst mit dem Ende der Trockenzeit in Tansania, das meist auf den Oktober fällt, begeben sie sich auf die Rückreise in die Serengeti.

Nie endende Rundreise: Die Gnus und Zebras verweilen immer nur kurz an einem Ort, bevor sie wieder weiterziehen. © Illustration: Blagovesta Bakardjieva/carolineseidler.com

Für die Beobachter der Great Migration wiederum geht es nach diesem einmaligen Naturschauspiel erst mal wieder zurück in die Lodge; hier erwartet sie ein ausgiebiges Frühstück. Neben den Morgen- und Abendpirschfahrten kann man mit den Guides auch tagsüber unterwegs sein, diese haben immer unendlich viel Wissen über das Leben im Busch mit im Gepäck, das sie geduldig mit den Gästen teilen.

Safari Lodge

In den Safari-Lodges muss man auf Luxus keineswegs verzichten. © Richard Waite

Wie sie allerdings schon von Weitem selbst die verstecktesten Tiere ausfindig machen, bleibt für die Gäste wohl für immer ein Rätsel. So nah an der Wildnis zu sein und Leben und Sterben hautnah mitzuerleben schafft aber nicht nur Gänsehautmomente und Erinnerungen fürs ganze Leben, sondern verlangt hin und wieder auch nach einem erholsamen Kontrastprogramm.

Safari von der Badewanne aus: Die Camps fügen sich harmonisch in die Natur ein, sodass viele Tiere direkt am Zelt vorbeikommen. © Andrew Howard/Great Plains

Genussmomente im Busch

Im Serengeti Bushtops Luxury Camp könnte das Verwöhnprogramm so aussehen: Sich einfach mal in den blubbernden Hot Tub auf der Terrasse setzen, den Blick in die endlose Weite schweifen lassen und spüren, wie die Muskeln langsam wieder locker werden – denn die Fahrten im Jeep, von den Einheimischen oft liebevoll „Bushman Massage“ genannt, sind trotz allen Komforts doch eine recht „aufrüttelnde“ Angelegenheit.

Luxus in der unendlichen Weite: Dass man auch im Busch nicht auf Komfort verzichten muss, beweisen zahlreiche Lodges in ganz Afrika. © Andrew Howard Photo

Da die steinigen Hügel rund ums Camp für viele Tiere ein willkommener Unterschlupf sind, kann es durchaus vorkommen, dass Elefanten, Büffel, Giraffen und selbst Krokodile hin und wieder direkt an einem vorbeispazieren. Und dann? Dann sollte man ruhig bleiben – oder (wenn man geistesgegenwärtig genug ist) die Kamera zücken und den Überraschungsbesuch festhalten! Bevor es am Nachmittag zu einer Walking Safari in Begleitung eines lokalen Stammesangehörigen geht, gönnt man sich am besten noch eine wohltuende Ganzkörpermassage, aber nicht irgendeine: Die Gäste dürfen aus einem durchaus abwechslungsreichen Treatment-Angebot wählen.

Ausgezeichnete Jäger: Leoparden können Tiere erlegen, die zwei- bis dreimal schwerer sind als sie selbst. © Getty Images

Einprägsamer Perspektivenwechsel

Dass ein Aufenthalt in den Weiten Afrikas eine überaus luxuriöse Angelegenheit sein kann, wird spätestens klar, wenn man sich in sein großzügiges Zelt samt Himmelbett zurückzieht, an der eleganten Bar einen Cocktail zu sich nimmt oder zum Candle-Light-Dinner allerfeinste Haute Cuisine serviert bekommt; ganz zu schweigen vom rund um die Uhr verfügbaren Butler, der zu jeder denkbaren Zeit wohltemperiertes Wasser in die Wanne einlässt, die Kleider des Gasts fein säuberlich faltet und auch sonst jeden Wunsch von den Augen abliest.

Afrikanische Elefanten: Die klugen Dickhäuter haben sich an eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume angepasst. © Getty Images

Ein weiteres Safari-Erlebnis der Extraklasse haben ebenfalls immer mehr Camps auf Lager: eine frühmorgendliche Ballonfahrt, um die wandernden Tiere von oben zu beobachten. Spätestens wenn man die unendlichen Weiten der Serengeti aus dieser Perspektive sieht, stellt sich garantiert ein Gefühl der Ruhe und der Demut ein; Demut vor der Natur, der Tierwelt, dem Leben. Einer von vielen Momenten, die vermutlich kein Gast so schnell wieder vergessen wird.

Good to Know

  • Bei der Great Migration wandern Wildtiere auf der Suche nach Wasser und Futter von der Serengeti-Savanne in Tansania in die Masai-Mara-Ebene in Kenia und wieder zurück. Sie ist die größte Migration von Säugetieren an Land.
  • Die Wildtiere Afrikas sind ständig unterwegs – die Hochsaison für Safarifans fällt jedoch in die Zeit der Flussüberquerungen; dann sind atemberaubende Szenen garantiert.
  • Den Takt für die große Wanderung gibt das Einsetzen der Regenzeit vor. Diese ist jedoch von vielen Faktoren abhängig, sodass die Zeiten sich von Jahr zu Jahr unterscheiden.
  • Als Safarizeit häufig unterschätzt ist die „Calving Season“: Während dieser Wochen hat man die seltene Gelegenheit, die ersten Tage im Leben von Gnu-Kälbern zu beobachten.

Dieser Artikel erschien in der Falstaff TRAVEL Ausgabe Sommer 2022.

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