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Indonesien: So schön ist das Land der Inseln

Das Reisejuwel Indonesien besteht aus mehr als 17.500 Inseln, die wie Perlen aufgereiht zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean liegen. Reisende entdecken hier atemberaubende Natur und einzigartige Kultur.

4. März 2024


Indonesien

© iStock

Das Reiseziel Indonesien gehört zu den abwechslungsreichsten Destinationen der Welt – schließlich besteht der Staat aus mehr als 17.500 Eilanden. In puncto Bevölkerungszahl liegt Indonesien weltweit auf Rang vier, es ist zudem der weltgrößte Inselstaat. Doch nicht nur die Hard Facts machen Indonesien so einzigartig. Denn so, wie die Inselkette die Brücke zwischen Asien und Australien schlägt, schafft sie auch den Spagat zwischen Luxus und Abenteuer, Natur und Kultur, Tradition und Moderne.

Indonesien

© Amanresorts Limited 1996-present

Die meisten Reisenden kommen zunächst mit der pulsierenden Hauptstadt Jakarta in Kontakt, an der Nordwestküste der Insel Java. Ihrer langen Geschichte mit zahlreichen Einflüssen unterschiedlichster Kulturen ist es zu verdanken, dass hier javanische, malaiische, chinesische, arabische, indische und europäische Einflüsse zu sehen sind; sowohl in der Küche als auch in der Sprache und der Architektur. So liegen im Schatten moderner Hochhäuser historische Gebäude. Und bevor man eine der fünf luxuriösen Malls betritt, stärkt man sich an den zahlreichen Straßenständen mit traditionellem Streetfood.

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Ein Besuch im Nationalmuseum gibt Einblicke in die reiche Historie des Landes, von antiken Kulturen bis zur Kolonialzeit. Ebenfalls auf Java liegt das kulturelle Herz des Landes: Yogyakarta. Ein Besuch des Borobudur-Tempels (UNESCO-Welterbe!) lohnt sich ebenso wie ein Ausflug zu einer Kaffee- oder einer Teeplantage.

Insel der Götter

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Fast die Hälfte der rund zehn Millionen Touristen, die Indonesien jährlich bereisen, hat vor allem ein Ziel: die Insel Bali. Von der Südostküste Javas bis dorthin sind es gerade einmal 30 Minuten mit der Fähre – und dennoch fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Das hat weniger mit Optik und Geografie zu tun als mit dem ­besonderen, spirituellen Vibe, der über der Insel liegt. Als einzige Region außerhalb von Indien, Nepal und Mauritius gibt es hier eine ­hinduistische Bevölkerungsmehrheit – offiziell. Schließlich muss sich jeder Bewohner Indonesiens per Gesetz zu einer der fünf staatlich anerkannten Religionen bekennen. In Wahrheit spielen auf Bali aber Ahnenkult und Geisterglaube eine große Rolle im Alltag. 

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Zu den faszinierendsten Sehenswürdigkeiten Balis gehören viele Glaubensstätten, zum Beispiel der Tempel Pura Tanah Lot am Meer. Er wurde im 16. Jahrhundert auf einem Felsen vor der Westküste erbaut. Als „Tempel aller Tempel“ gilt jedoch der Pura Besakih. Das hinduistische Heiligtum liegt am Südwesthang des aktiven Vulkans Gunung Agung und ist über tausend Jahre alt. Apropos Vulkan: Die Natur Balis kann man an jeder Ecke bewundern – es reicht der Blick aus dem Fenster. Wer jedoch von ihr überwältigt werden möchte, sollte sich auf eine Wanderung am Vulkan Batur begeben sowie die Reisterrassen von Tegalalang und den Affenwald von Ubud besuchen.

Himmlisch entspannt

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Doch Bali bietet noch so viel mehr! Etwa wunderschöne Sandstrände mit kristallklarem Wasser, die dazu einladen, stundenlang mit Flossen, Taucherbrille und Schnorchel die bunte Unterwasserwelt zu erkunden. Auch Gerätetaucher werden aus dem Staunen nicht herauskommen. Als beliebte Destination gilt zum Beispiel die gesamte Region von Amed an der Ostküste, vor allem der Strand von Tulamben. Hier kann man unter anderem zum Schiffswrack der „USAT Liberty“ tauchen, die im Zweiten Weltkrieg hier sank. Auch Crystal Bay auf der vorgelagerten Insel Nusa Penida oder der Blue Lagoon Beach im Osten von Bali geizen nicht mit ihren Reizen. In und rund um Uluwatu wiederum treffen sich Surfer, während Seminyak für seine Beach Clubs, sein Nachtleben und die atemberaubenden Sonnenuntergänge bekannt ist.

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Die Menschen auf Bali leben nach dem Prinzip des Tri Hita Karana, das die Harmonie zwischen Mensch, Natur und Geist betont. Diese Verbundenheit zeigt sich in jedem Aspekt des Lebens, etwa in der Architektur der Tempel, den traditionellen Tänzen und der Sorgfalt, mit der man die Reisterrassen pflegt. Besuchende dürfen sich auf herzliche Gastfreundschaft freuen. Da mittlerweile mehr Touristen Bali besuchen, als es Einheimische gibt, tragen Reisende eine besondere Verantwortung – auch an ihnen liegt es nämlich, die Schönheit der Inselwelt zu bewahren.

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Dazu gehört unter anderem, kulturellen Stätten mit Ehrfurcht zu begegnen und sie nicht zu einer Instagram- oder Yoga-Flow-Kulisse zu degradieren, Plastikmüll zu vermeiden und achtsam unterwegs zu sein. Mit einer Tourismussteuer, die ab 14. Februar 2024 zusätzlich zur Visumsgebühr fällig wird, tragen Reisende künftig auch direkt zum Erhalt der Kultur- und Naturschätze Balis bei. 

Dieser Artikel erschien in der Falstaff TRAVEL Ausgabe Winter 2023/24.

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