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DestinationsExperiencesInsider

26 Gründe, warum die Alpen immer eine Reise wert sind

Von A wie Almauftrieb bis Z wie Zugspitze sind die Alpen stets für eine Überraschung gut. Egal zu welcher Jahreszeit, das Hochgebirge hat immer eine unbestreitbare Anziehungskraft.

12. Juli 2023


A wie Almauftrieb und -abtrieb

Eines der größten Alpen Highlights findet zwischen Mai und Juni statt: das Vieh auf die Sommerweiden gebracht, auch als Almauftrieb bekannt. Wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt, werden dann die Kühe, geschmückt mit Zweigen, Bändern und Blumenkränzen, wieder in den Hof getrieben. Um den Sennern, Bauern und Hirten für einen guten Sommer zu danken, wird der Almabtrieb groß gefeiert: In Südtirol ist der „Terentnerhof“ während des Terner Almabtriebs der Place to be, am Achensee in Österreich plant das „Karwendel“ jährlich ein ganz spezielles Programm.

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B wie Bauernhof

Was könnte idyllischer sein, als seinen Urlaub umgeben von Pferden, Kühen, Ziegen und Co zu verbringen? Bauernhöfe wie etwa der „Unterschwarzachhof“ im österreichischen Saalbach-Hinterglemm, „Sonnwies“ im Südtiroler Lüsen und der „Hussnhof“ im deutschen Sachsenkam machen es möglich. Vor allem für Familien mit Kindern bieten naturverbundenen Aufenthalte Erlebnisse voller Unbeschwertheit und Nostalgie.

© Familienhotel Sonnwies

C wie Cuisine

Trotz regionaler Unterschiede ist die Küche des Alpenraums durch rustikale Gemeinsamkeiten geprägt. Milchprodukte, Getreide und Fleisch (oft geräuchert oder getrocknet) machen den Großteil der traditionellen alpinen Gerichte aus. Mittlerweile haben diverse Spitzenköche die Cuisine der Alpen jedoch neu definiert und zur Kunst erhoben, wie zum Beispiel Andreas Döllerer. Sein Restaurant im Bezirk Hallein in Salzburg zählt zu den besten in ganz Österreich.

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D wie Dirndl

Manche Dinge kommen nie aus der Mode – in den Alpenländern ist es das Dirndl, das traditionelle Trachtenkleid mit weitem Rock und Schürze, das seit dem 19. Jahrhundert ein fixer Bestandteil in der alpinen Gesellschaft ist. Auch wenn die Form der Tracht seit über 200 Jahren größtenteils unverändert blieb, sind moderne Varianten alles andere als altbacken.

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E wie Edelweiss

Die wohl symbolträchtigste Alpenblume ist eine Ikone für sich. Früher galt der „weiße Stern der Alpen“ als Liebesbeweis – so pflückte auch Kaiser Franz Joseph I. bei einer Bergwanderung am Großglockner ein Edelweiß für seine Gattin Kaiserin Elisabeth. Aufgrund ihrer Beliebtheit steht die Blume in Österreich, Deutschland und der Schweiz unter Naturschutz und darf nicht gepflückt werden. 

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F wie Felsen

Die Alpen sind ein Mekka für Sportbegeisterte – mit ihrer unglaublichen Vielfalt kommen passionierte Kletterer hier voll auf ihre Kosten. Für Einsteiger gibt es das Ötztal in Österreich, dass sich mit seinem moderaten Granit auch für Familien eignet. Das Höhlensteintal ist mit seiner guten Absicherung und dem unbeschreiblichen Aus­blick auf die Drei Zinnen eines der beliebtesten Klettergebiete in in den Dolomiten. Herausfordernder sind die Felsen der Schweiz, die mit ihrem raueren Kalk mehr Erfahrung voraussetzen. 

© Tirol Werbung/Pupeter Robert

 

G wie Grossglockner

Mit einer Höhe von 3798 Metern ist der Großglockner der höchste Berg Österreichs. Ende des 18. Jahrhunderts wurde er das erste Mal erkundet, heute ist er ein beliebtes Ziel für Bergsteiger. Man muss den Berg aber nicht erklimmen, um den majestätischen Anblick zu genießen – seit fast 90 Jahren zählt die Großglockner-Hochalpenstraße zu den monumentalsten Alpen Highlights Österreichs. Von Spaziergängen bis zu Wanderungen kommen Naturliebhaber jedes Alters hier auf ihre Kosten.

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H wie Hütten

Ursprünglich dienten sie als Unterkunft für Senner während der sommerlichen Almwirtschaft, doch über die letzten 100 Jahre hat sich die Funktion der typischen Almhütte stark erweitert. Jene, die an Wanderstrecken oder Skigebieten liegen, sind zur Einkehrmöglichkeit für Wanderer und Wintersportler geworden. Und obwohl Almhütten oft mit einfachen Gerichten assoziiert werden, hat sich auch hier einiges getan: Einige trumpfen durchaus mit Spitzenküche auf.

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I wie Imker

Wenn der Frühling in den Alpen einkehrt, bringt er eine besondere Blütenvielfalt mit – und von diesem profitieren die hier ansässigen Imker, die dadurch 50 sortenreine Honige gewinnen können. Fernab von Monokulturen und ohne den Einsatz von Pesti­ziden wird unvergleichlicher Alpenhonig produziert. Die Quantität ist zweitrangig, die Alpen-Imkereien schauen in erster Linie auf Qualität: Nur die hochwertigsten Erzeugnisse landen schlussendlich in den Gläsern etwa von Tiroler Alpenhonig, der Alpenimkerei Jörg aus dem Allgäu oder von Alpuris im Kanton Solothurn. 

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J wie James Bond

Daniel Craig war nicht der erste 007, der im Alpenraum in geheimer Mission war: In „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ war bereits George Lazenby am Schilthorn in der Schweiz aktiv. Das Restaurant „Piz Gloria“, das als Kulisse für den Film fungierte, lockt auch heute noch Bond-Fans aus aller Welt an. Auch St. Moritz und Chamonix wurden über die Jahre auf der Leinwand glorreich in Szene gesetzt. Zuletzt hat Daniel Craig 2015 mit „Spectre“ die Tiroler Bergwelt aufgemischt: In der James-Bond-Erlebniswelt „007 Elements“ in Sölden können Besucher in die alpinen Abenteuer des britischen Geheimagenten eintauchen.

© Elements

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K wie Kräuter

Um die heilende Wirkung diverser Kräuter weiß man seit Urzeiten – im Frühling haben vor allem die entzündungshemmende Schafgarbe, der erkältungslindernde Quendel und der wundheilungsfördernde Spitzwegerich Blütezeit. Ab März kann man auch die Blätter der entgiftenden Brenn­nessel sammeln.

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L wie Loipen

Auch wenn im Tal der Frühling längst eingekehrt ist, gibt es einige Langlaufloipen in den Alpen, die bis in den April noch bestens präpariert sind. In Tirol vergnügt man sich bei Sonnenschein beispielsweise in den Kitzbüheler Alpen, in Ischgl oder im Pitztal beim Langlauf, in Salzburg wartet die Höhenloipe Rossbrand noch in der Nachsaison. In der Schweiz hat man im Walliser Langlaufmekka Goms, in Lenzerheide und auch im Oberengadin noch im Frühjahr die Gelegenheit, die Loipen unsicher zu machen.

© Pitztaler Gletscher/Zangerl Daniel

M wie Mont Blanc

An der Grenze zwischen Frankreich und Italien wartet mit 4807,81 Meter Höhe der höchste Berg der Alpen. Der „große Weiße“, wie man den Mont Blanc auch nennt, stellt auch für sehr erfahrene Bergsteiger eine Herausforderung dar. Wer sich dieser jedoch stellt, wird mit unvergesslichen Ausblicken belohnt. Und obwohl der Gipfel nur zu Fuß erreichbar ist, kann man mit einer Gondel immerhin die Bergstation auf der Aiguille du Midi auf 3842 Metern erreichen.

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N wie Nationalparks

In die Natur eintauchen, regionale Flora und Fauna bestaunen und einfach die Seele baumeln lassen – alpine Nationalparks schützen herausragende Naturlandschaften und beeindrucken mit der vielfältigen Schönheit der Bergwelt. Den größten Nationalpark Mitteleuropas finden Naturliebhaber in Österreich: Der Nationalpark Hohe Tauern ist mit 1856 Quadratkilometern das größte Schutzgebiet der Alpen und lockt mit 15.000 Tierarten, 3500 Pflanzenarten und 300 Gipfeln. Die Wasserfälle hier zählen zu den höchsten der Welt.

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O wie Oetzimuseum

Der Mann aus dem Eis: Seit 1991 fasziniert Ötzi, der Fund am Schnalstaler Gletscher, die Welt. Die Gletschermumie aus der Kupfersteinzeit, die durch Zufall von Bergsteigern entdeckt wurde, ist heute im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen zu bewundern – ein einzigartiges Erlebnis, denn nie zuvor ist eine derart alte und gut konservierte Mumie aus der Jungsteinzeit gefunden worden. Das Museum gibt Einblick in das wahrscheinliche Leben, den Gesundheitszustand und die möglichen Todes­umstände des Eismanns.

© Südtiroler Archäologiemuseum/Ochsenreiter

P wie Picknick

Dass die Alpenregionen kulinarisch alle Stücke spielen, ist kein Geheimnis. Was gibt es im Frühling Schöneres, als die Köstlichkeiten der alpinen Cuisine bei einem Picknick zu genießen?
Im Salzburger St. Johann wartet eine Reihe an idyllischen Picknickplätzen, beispielsweise am Ufer der Salzach – der örtliche Tourismusverband bietet sogar Picknickkörbe mit regionalen Schmankerln
auf Vorbestellung an. Im „Alpenhotel Kitzbühel“ haben Gäste die besondere Möglichkeit, Picknicks am Schwarzsee zu genießen.

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Q wie Quellen

Seit Jahrhunderten sind die Kräfte von Quellwasser bekannt – bereits in der Antike wurde es zur Vorbeugung und Heilung einer Vielzahl an Erkrankungen verwendet. Sogar verjüngend soll das Wasser, das aus Bergquellen sprudelt, wirken. Die Vorteile des Ötztaler Thermalwassers genießt man beispielsweise im „AQUA DOME“, Tirols exklusivem Alpen-Spa; ein Highlight sind die Schwebeschalen, wo man das unglaubliche Gefühl von Schwerelosigkeit genießt.

© 7132 Hotel

R wie Reinhold Messner

Der Extrembergsteiger aus Südtirol war (gemeinsam mit Peter Habeler) der Erste, der den Gipfel des Mount Everest ohne Flaschensauerstoff erreichte. Ebenso stand Messner als Erster auf den Gipfeln aller 14 Achttausender. Das Vermächtnis des ehe­maligen Mitglieds des Europäischen Parlaments ist im Messner Mountain Museum (MMM) festgehalten, ein Alpen Highlight an sechs Standorten in der grandiosen Landschaft Südtirols und in Belluno. 

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S wie Seen

Was könnte erfrischender sein, als nach einer aus­giebigen Bergwanderung ins kühle Nass zu springen? Die schönsten Seen der Alpen warten mit kristallklarem Wasser und unschlagbaren Aussichten auf. Im Oberallgäu werden willens­starke Wanderer mit einer Auszeit am Schrecksee belohnt, der mit einem der malerischsten Panoramen der Alpen lockt. Abwechslung finden Bergfans am Lünersee im Montafon, wo neben Wanderungen auch Klettertouren und Fischen auf dem Programm stehen.

© Nicolas Glauser / travelita.ch

Lese-Tipp: Die schönsten Bergseen in Österreich

T wie Tradition

Jahrhundertealte Traditionen sind ein fester Bestandteil der alpinen Identität. Manche, wie das Jodeln, sind in vielen Alpenländern zu finden, andere, wie das Ausseer Narzissenfest, sind einzigartig. Ein weiteres jährliches Alpen Highlight sind die ausgiebigen Sonnwendfeuer, die den Beginn des Sommers feiern. Besonders spektakulär sind diese auf der Tiroler Zugspitz-Arena – seit 2010 zählen diese sogar zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe.

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U wie Urigkeit

Kaum ein Wort beschreibt die gemütliche Atmosphäre der Alpenländer so gut wie „urig“. Damit sind das rustikale Ambiente von Alpenhütten und Co. gemeint, die mit viel Holz und gemusterten Stoffen Wärme und Wohligkeit versprühen. Seit 2013 vereint die Hotelkollektion „Pretty Hôtels“ die schönsten Unterkünfte, in denen auf Authentizität höchster Wert gelegt wird. So wartet beispielsweise am Chiemsee der „Albererhof“ in ruhiger Naturlage mit acht Ferien­wohnungen in zwei historischen Häusern.

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V wie Verdonschlucht

Eines der größten Alpen Highlights findet man in der französischen Provence: Spektakuläre Schluchten, ein smaragdgrüner Fluss, unvergleichliche Ausblicke und spannende Grotten machen die Verdonschlucht aus. Um­gangssprachlich auch „Grand Canyon du Verdon“ aufgrund ihrer 250 Meter hohen Felswände genannt, finden Sportenthusiasten hier eine große Vielfalt an Aktivitäten vor: Teile der Schlucht können mit Wildwasser­kajaks und Kanus befahren werden, auch Wanderungen und Klettertouren lohnen sich.

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W wie Wein

Was viele nicht wissen: In den Alpen findet man einige der interessantesten Weinregionen Europas. Im Schweizer Graubünden produzieren Weingüter wie das von Martha und Daniel Gantenbein ausgezeichneten Pinot noir, aber in kleinerer Menge auch Chardonnay und Riesling. Das Tessin ist trotz seiner alpinen Lage bereits sehr mediterran geprägt – hier kann der Merlot der Cantina Kopp von der Crone Visini mit den besten aus Bordeaux mithalten. 

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X wie XXL

Höher, größer, besser: Die Alpen sind der Inbegriff der Superlative. Im französischen Grenoble, der größten Stadt der Alpen, sind die „Bulles“, die Gondeln der innerstädtischen Seilbahn, ein absolutes Highlight: In nur fünf Minuten erreicht man die Bastille Grenoble, einer Festung aus dem 19. Jahrhundert. Mit einer Höhe von 2764 Metern ist der Col de l’Iseran am Ostrand der Savoyer Alpen der höchste über­fahrbare Gebirgspass der Alpen. Der längste Tunnel der Alpen, der Gotthard-Basistunnel, befindet sich in der Schweiz und ist mit einer Länge von 57,1 Kilometern sogar der längste Eisenbahntunnel der Welt.

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Y wie Yoga

Eine der herkömmlichsten Posen im Yoga, Tadasana, wird auch „die Berghaltung“ genannt. Zufall – oder ein Zeichen, dass die Berge wie für Yoga geschaffen sind? Im Einklang mit der Natur und mit majestätischen Gipfeln im Hintergrund fühlt man sich auf jeden Fall extra bestärkt, der jahrtausendealten Lehre nachzugehen. Und der Hype ist definitiv auch ganz hoch oben angekommen. Zwei Alpen Highlights: Im Hotel „mama thresl“ im Salzburger Land kann man jährlich an den „Yoga Mountain Days“ teilnehmen; auf der Turracher Höhe bietet das „Hotel Hochschober“ eigene „Yoga am Berg“-Wochen an.

© Hotel Hochschober

Z wie Zugspitze

Mit einer Höhe von 2962 Metern ist die Zugspitze Deutschlands höchster Berg. Der allerhöchste Gipfel des Wettersteingebirges gehört jedoch nicht Deutschland allein, ein Teil davon zählt auch zu Tirols Zugspitz Arena. Jahr für Jahr reisen Tausende bergbegeisterte Besucher an, um den Gipfel der Zugspitze zu erklimmen und das schöne Panorama zu genießen. Eines der Highlights ist die Aussichtsplattform „AlpspiX“, von der man 1000 Meter in die Tiefe blickt – oder einfach die imposante Bergwelt um sich herum betrachtet.

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