Ein nachhaltiger Urlaub gelingt leichter, als man denkt. Denn schon mit ein paar einfachen Maßnahmen kann man jede Reise umwelt- sowie sozialverträglicher gestalten – und den eigenen CO2-Fußabruck ein wenig minimieren..
© Andrew Deslauriers
NachhaltigkeitTipps

Conscious Traveller: 6 easy Tipps für einen nachhaltigeren Urlaub

Ein nachhaltiger Urlaub gelingt leichter, als man denkt. Denn schon mit ein paar einfachen Maßnahmen kann man jede Reise umwelt- sowie sozialverträglicher gestalten – und den eigenen CO2-Fußabruck ein wenig minimieren.

22. Mai 2022


Reisen ist eines der wenigen Dinge, die etwas kosten – und den Menschen dennoch auf so vielen Ebenen bereichert. Wer unterwegs ist, erweitert seinen Horizont, lernt andere Lebensentwürfe kennen, taucht in fremde Welten ein und schafft Erinnerungen für die Ewigkeit. Damit auch nachfolgende Generationen dieses Privileg genießen können, setzt auch die Tourismusbranche immer stärker auf Nachhaltigkeit. Während Hotels und Veranstalter auf ihrer Seite Maßnahmen setzen, kann aber auch der Reisende selbst mit einigen wenigen Tricks aus jedem Trip einen nachhaltigeren Urlaub machen.

Reisen soll verbinden, nicht zerstören. © Shutterstock

1. Auf nachhaltige Anbieter setzen

Glücklicherweise ist die Auswahl nachhaltiger Veranstalter und Hotels mittlerweile sehr groß. Und dass Sustainability nicht auf Kosten von Komfort geht, beweisen luxuriöse Kollektionen wie The Living Circle, andBeyond, Six Senses, Beyond Green und Co. Auf den Malediven verfolgt das Patina Maldives eine unvergleichbar konsequente Nachhaltigkeitsstrategie. Buchungsplattformen wie Faircations helfen dabei, verantwortungsvolle Reisen zu finden und zu buchen. Und weil Nachhaltigkeit so viel mehr ist als nur Umweltschutz, wurde SocialBnB ins Leben gerufen. Das Unternehmen macht Reisen mit positivem Impact buchbar.

Nachhaltig Reisen heißt, fremde Kulturen zu respektieren. © andBeyond

2. All Inclusive Angebote

Zugegeben, es ist schon praktisch: Wer All Inclusive bucht, muss sich im Urlaub um wenig kümmern. Die Kreditkarte oder Geldbörse bleibt am Zimmer und die Frage, wo man zum Essen hingehen soll, hat sich auch erledigt. Aus Sustainability-Sicht ist das Konzept jedoch meistens keine gute Idee. Denn die umliegenden Restaurants, kleine Produzenten und Shops haben nichts von dieser Urlaubsform. Wenn möglich, also lieber dort, wo das Angebot vorhanden ist, von All Inclusive Abstand nehmen und stattdessen die lokale Foodie-Szene erkunden.

Oft schneller und stressfreier, immer umweltfreundlicher: die Bahn. © Shutterstock

3. Grüner ans Ziel

Man muss nicht überall unbedingt mit dem Auto hinfahren oder fliegen. Viele Destinationen, vor allem in Europa, lassen sich auch hervorragend mit der Bahn besuchen. Einige Hotels belohnen jene Gäste, die umweltfreundlich anreisen, sogar mit Rabatten auf die Zimmerbuchung. Lässt sich ein Flug nicht vermeiden, kann man über Plattformen wie Atmosfair für einen Klima-Ausgleich sorgen. Das funktioniert, indem man über das Unternehmen an Umweltschutzprojekte spendet.

CO2 Kompensation nutzen, wenn es ein Flug sein muss! © Shutterstock

4. Einwegprodukte vermeiden

Klar ist es praktisch, wenn man in sein Hotelzimmer kommt und alles vorfindet, was man so an täglichen Pflegeprodukten braucht. Von der Seife über das Duschgel, die Bodylotion und den Conditioner ist meist alles da. Oft aber in kleinen Plastikfläschchen verpackt. Selbst das Seifenstück, das nur einmal benutzt wird, kommt in der Plastikverpackung daher und landet dann im Müll. Warum also nicht zuhause fünf Minuten investieren und Pflegeprodukte selbst mitbringen? Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass sich weder Haut noch Haare an etwas Neues gewöhnen müssen.

Ebenfalls ein guter Tipp: auf tägliche Reinigung und Handtuchwechsel verzichten. © Shutterstock

5. Gewissenhaft packen

Jedes Gramm mehr an Gepäck verursacht zusätzlichen CO2-Ausstoß. Wer also mit leichterem Gepäck verreist, ist klimafreundlicher unterwegs. Fast an jedem Ort der Welt kann man Wäsche waschen. Weshalb also mal nur für eine Woche packen, selbst wenn man länger unterwegs ist? Die Umwelt freut sich – und selbst hat man auch weniger zu schleppen. 

Waschen statt schleppen: In der Regel reicht es, für eine Woche zu packen. © Shutterstock

6. Bewusst unterwegs sein

Nachhaltiger Urlaub: das ist nicht gleichbedeutend mit Wildcampen im Einmannzelt. Im Gegenteil, jeder Urlaub kann mit einfachen Maßnahmen ein bisschen umweltfreundlicher gestaltet werden. Jeder Beitrag zählt, und wenn er noch so klein ist. Das fängt zum Beispiel schon damit an, dass man Ausflüge bei Locals bucht und auch beim Einkaufen von Souvenirs auf die Herkunft achtet. Wiederauffüllbare Wasserflaschen sparen unterwegs eine Menge Müll ein. Und auch der tägliche Handtuchwechsel im Hotel muss doch nicht unbedingt sein, oder? Noch ein Tipp: Wer beim Baden die Ozeane schützen möchte, sollte darauf achten, rifffreundliche Sonnencreme zu verwenden.

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