Die Provence zeichnet sich durch ihre unglaubliche Vielfältigkeit aus. Von der Côte d’Azur bis hinauf in die französischen Voralpen stößt man im Süden Frankreichs auf weite Lavendelfelder und steile Felsschluchten, pittoreske Bergdörfer und schicke Küstenstädte.
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Die schönsten Orte in der Provence

Der Süden Frankreichs zeichnet sich durch seine unglaubliche Vielfältigkeit aus. Von der Côte d’Azur bis hinauf in die französischen Voralpen stößt man in der Provence auf weite Lavendelfelder und steile Felsschluchten, pittoreske Bergdörfer und schicke Küstenstädte. Orte, die man gesehen haben sollte.

26. Februar 2022


Provence-Alpes-Côte d’Azur. Der Name verrät es bereits – die Provence ist viel mehr als tieflilafarbene Fliederfelder und römische Siedlungsgeschichte. Im Süden schmiegen sich die zauberhaften Küstenstädte Marseille, Nizza oder Antibes an die Ufer des Mittelmeeres. Dazwischen locken die steilwandigen Calanques, die Fjorde Frankreichs, zum Wandern und Baden. Und das glamouröse Saint Tropez ist in den warmen Monaten Hotspot der Schönen und Reichen.

Die Provence mit ihren weiten Feldern, Pinienhainen und Dinkelfeldern.

Die bezaubernde Provence – eine vielseitige Region in Südfrankreich, die immer wieder mit ihren erstaunlichen Landschaften, pittoresken Dörfern und tiefblauen Küsten lockt. © Freddie Marriage

Wer dem Jet Set entfliehen möchte, zieht ins Landesinnere: Mit dem Auto geht es die Serpentinen des Mont Ventoux in Vaucluse hinauf, Wanderer durchstreifen die weniger hohen, dafür ebenso beeindruckenden Dentelles de Montmiral. Immer wieder entdeckt man in der hügeligen Landschaft kleine provenzalische Städtchen und Dörfer, die mit ihren engen Gassen, schmucken Pflasterböden und feinen Restaurants zum Verweilen laden. Hier wurde Laissez-faire erfunden.

Französisches Essen in Aix-en-Provence

Wie Gott in Frankreich: So gut ist die Cuisine der Provence. © Ellena McGuinness

Auch Gourmands leben in der Provence wie Gott in Frankreich: Aromatische Weißweine und kraftvolle Rote, frische Cavaillon-Melonen und weißer Nougat von Montélimar, Bouillabaisse und Ratatouille – hier wird dem Gaumen Genüge getan.

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Genug gelesen? Dann ist es nun an der Zeit, der Landschaft zwischen Rhônetal und Italien einen kurzen Besuch in Bildern abzustatten.

Die Lavendelfelder in Valensole

Auf Lavendel-Wanderung in Frankreich findet man schnell zu innerer Ruhe. Schöne Touren führen etwa auf das Plateau von Valensole auf 500 Höhenmetern. In dieser Region durchstreift man ab Juni ein malvenfarbenes Meer aus frisch duftenden Blüten. Auch Sault im Departement Vaucluse lohnt den Besuch.

Ein Meer aus Violett: die duftenden Lavendelfelder der Provence. © Antony Bec

Auf Tour am Mont Ventoux

Den Kelten galt der 1.909 Meter hohe Mont Ventoux in Vaucluse als heiliger Berg, heute ist der einsame Vorposten eine äußerst beliebte Strecke für Rennradfahrer. Wer es nicht so sportlich angehen möchte, sollte den Gigant der Provence auf jeden Fall mit dem Auto (achtsames Fahren ist geboten!) erkunden. An schönen Tagen sieht man vom weiß-kahlen Felsgipfel vom Mittelmeer bis zu den Hochalpen.

Die Serpentinen hinauf auf den gerölligen Gipfel des Mont Ventoux. © Fin Ijspeert (li.), Adrien Delforge (re.)

Das Cap Canaille in Cassis

Von dem Küstenstädtchen Cassis mit seinen pittoresken Straßencafés, Restaurants und dem herrlichen lokalen Weißwein hat man direkten Zugang zu den Calanques. Besonders schön: Über dem Ort thront das mittelalterliche Château de Cassis sowie das Cap Canaille, die höchste Klippe des Landes. Zumindest einmal im Leben sollte man die Route des Crêtes, die zum Cap führt, entlangfahren.

Wo steile Felsklippen auf tiefblaues Meer treffen: das Cap Canaille.
 © JP Valery

Römische Geschichte bei der Pont du Gard

Die römische Aquäduktbrücke Pont du Gard bei Nîmes stammt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Sie lohnt den Besuch nicht allein wegen ihrer enormen Höhe von 49 Metern und einer Länge von 275 Metern – auch ihr bis heute sehr guter Zustand beeindruckt.

Die Pont du Gard zählt zu den am besten erhaltenen römischen Wasserkanälen Frankreichs. © Chloe Martin

Eine Pause in der Notre-Dame de Sénanque einlegen

Ein Ausflug ins Frankreich des 12. Jahrhunderts erwartet Besucher im Zisterzienserkloster in Sénanque bei Gordes. Umgeben von wogenden Lavendelfeldern kann man die geschichtsträchtige Abtei erkunden, bevor man weiter ins Dorf Gordes reist. 

Die Abtei von Sénanque ist ein architektonisches Juwel aus dem Jahr 1148. © Shutterstock

Dorfluft schnuppern in Gordes

Ein idyllisches Bergdorf. Ringsum tiefvioletter Lavendel und das Gold der Dinkelfelder. Ein tausend Jahre altes Château. Gordes gilt zurecht als eines der schönsten Dörfer Frankreichs! Provence-Reisende sollten von hier aus unbedingt einen Abstecher zu den Bories, den Steinbauwerken außerhalb des Dorfes, machen. Pssst: Wem es in diesem beliebten Dorf zu eng wird, der weicht auf das nahe gelegene Viens aus.

Das pittoreske Dorf Gordes in der Provence. © Aleks Marinkovic

Avignons halbe Brücke besuchen

Avignon, die Stadt der Päpste, mittelalterlicher Prachtbauten und bewegter Geschichte. Sie lockt mit beeindruckenden Bauten wie dem Papstpalast und der Ruinenbrücke Pont Saint-Bénénzet an der Rhône ebenso wie mit verträumten Gassen (etwa der Rue de la Peyrolerie) und Plätzen. Ein Wochenendtrip in die größte Stadt des Départements Vaucluse lohnt sich allemal.

Sur le pont d’Avignon: Die Stadt Avignon liegt bekanntermaßen am Zusammenfluss von Rhône und Durance. © Joel Vogt

Marseilles und die Calanques sehen

Wo die schwindelerregenden Höhen der Kalksteinklippen und die türkisen Tiefen des Meeres aufeinandertreffen, ist man im Urlaub angekommen. Die 20 Kilometer langen Calanques zwischen Cassis und der Provence-Hauptstadt Marseilles sind wirklich ein Must-see! Im Sommer sind die Buchten nur über den Wanderweg entlang der Küsten oder per Wasserweg zugänglich. Besonders schön: die Calanque Port-Pin mit ihren duftenden Pinien und dem kleinen Sand- und Kieselstrand.

Calanque bedeutet auf Französisch so viel wie „Felsbucht“. Von diesen hat der Nationalpark einige zu bieten. © Kabirou Kanlanfeyi

Die Aussicht in La Roque-Alric genießen

Im Landesinneren blickt das kleine französische Dorf La Roque-Alric von seinem Felsvorsprung auf die umliegende Hügellandschaft der Provence. Ein idealer Ort für eine Pause und ein wohlverdientes Gläschen lokalen Weins. Fahrten-Highlight ist hier die zauberhafte Départementsstraße D90a mit Blick auf die Dentelles, die in Lafare beginnt und in Le Barroux endet.

Das zauberhafte La Roque-Alric. © Shutterstock

Mit der Yacht nach Antibes

Weniger überlaufen als Nizza oder Cannes, aber ebenso schön: Antibes. Der Küstenort zählt zu den ältesten Städten der Côte d’Azur und ist mit seinem riesigen Yachthafen Port Vauban vor allem für Segler ein beliebter Hotspot. Nach einem gemütlichen Spaziergang durch die malerische Altstadt mit ihren vielen bunten Geschäften und dem Besuch des Picasso-Museums trifft man sich abends zum Feiern im nahe gelegenen Juan-les-Pins

Die charmante Altstadt in Antibes eignet sich hervorragend für lange Spaziergänge und Bummeleien. © Angelina Herbert (li.), Lidija Jakovljevic (re.)

In der Gorges du Verdon sein türkises Wunder erleben

Der Grand Canyon der Provence – die Verdonschlucht im Départment Alpes-de-Haute-Provence – ist einer der größten Canyons Europas. Vogelbeobachter zieht es genauso in den Nationalpark wie Kayakfahrer, Wanderer oder Windsurfer. Traumhaft schön!

Das satte Türkis der Verdonschlucht zieht alljährlich zahlreiche Besucher an – zurecht. © Joel Vodell (li.), William Sinclair (re.)

Auf den Spuren van Goghs in Saint-Rémy-de-Provence

So klein und dennoch so beeindruckend zeigt sich die Kleinstadt Saint-Rémy-de-Provence. Neben den römischen Ruinen erkundet man Vincent van Goghs Vergangenheit. Der Maler verbrachte hier seine letzten Lebensjahre und schuf berühmte Werke wie die „Sternennacht“. Auch Nostradamus stammt aus dem 1.000-Seelen-Ort. Wer weiß – velleicht liegt dort ja auch unsere Zukunft?

Wohlfühlen und Auftanken in Saint-Rémy-de-Provence. © Gert Gjuzi

Dentelles de Montmirail

Ein Hotspot für Wanderer, Kletterer und Weinkenner: Einen Steinwurf vom massiven Mont Ventoux ragen die Kämme der Dentelles de Montmirail in den Himmel. Die Kalkfelsen der Bergkette muten wie eine etwas aus der Form geratene Zahnreihe an, stellen aber gerade deshalb ein gutes Fotomotiv dar. Am Fuß der Dentelles schmiegen sich zudem zahlreiche Dörfer und ausgezeichnete Weinorte in die Landschaft.

Acht Kilometer lang schlängeln sich die Dentelles durch die Provence. © Sebastien Goldberg

Jetsetting in Saint-Tropez

Nicht nur in den 1960er Jahren, auch heute noch verschlägt es den internationalen Jet Set nach Saint-Tropez. Neben den zahlreichen Strandclubs lohnt auch das Musée de l’Annonciade mit Werken von Matisse, Bonnard oder Signac den Besuch. Wer möchte, wandert untertags durch die Altstadtgassen bis hinauf zur Zitadelle mit Blick über ganz Saint-Tropez. Noch besser: der Küstenwanderweg Sentier du Littoral. 

Nicht nur für den Jet-Set ein Traumort: Saint-Tropez mit seinen türkisen Weiten und den charmanten Altstadtgassen. © Renan Brun (li.), Dimitris Kiriakakis (re.)

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