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CityDestinationsTipps

Südtirol Special: Dies sind die schönsten Destinationen

Traumhafte Bergkulissen, 300 Sonnentage im Jahr und eine lebendige Kunst- und Kulturszene: Die nördlichste RegionItaliens zieht Luxusurlauber, Sportbegeisterte und Travel-Influencer gleichermaßen an. Ein Guide zu den schönsten Hotels, den besten Restaurants und den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten.

22. Juni 2022


Bozen

Ein Aperitivo und dazu traditionelle Knabbereien am frühen Abend, das gehört südlich des Brenners zur Tradition. Und wo lässt sich das schöner genießen als beim Sonnenuntergang im mittelalterlichen Stadtzentrum von Bozen? So geht Entspannung nach einem Tag am Tor zu den Dolomiten. ©Marlene Mauer

Sehen und gesehen werden“ lautet das Motto in den mondänen Bars und lässigen Kneipen der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen. Für ein geselliges Beisammensein bei einem Aperol Spritz oder einem Veneziano bieten sich beispielsweise das „Walther’s“ am Waltherplatz an, die Bar im altehrwürdigen „Hotel Laurin“ oder die Lounge des „Exil Cafés“. Künftig soll auch das neu renovierte „Parkhotel Mondschein“ zum zentralen Treffpunkt der Stadt werden. Als eine der originellsten Stationen für einen coolen Drink gelten bereits die „Fischbänke“ an den Marmortischen der früheren Fischverkaufsstände in der Dr.-Streiter-Gasse. Obwohl Bozen für den Wein seiner Umgebung gefeiert wird, hat auch das Craftbier einen hohen Stellenwert. Nicht umsonst findet mit dem International Craft Beer Meeting (am 13. und 14. Mai) vor der feinen Kulisse von Schloss Maretsch ein Fest zu Ehren des Gebräus statt.

 

Burggrafenamt 

Ein leicht rosa schimmerndes Meer breitet sich im Frühling aus, wenn die vielen Apfelbäume im Burggrafenamt üppig blühen. Während die Natur ihre volle Pracht entfaltet, geht es in und um Meran um Genuss und Kultur sowie um die perfekte Vereinigung von alpiner und italienischer Lebensart. ©Getty Images

Die uralte Kulturlandschaft Burggrafenamt gilt als Geburtsort des historischen Tirols. Berühmt ist sie nicht zuletzt für den hier weitverbreiteten Obstbau und die Apfelblüte, welche die Region jeden Frühling mit zartem Weiß und Hellrosa überzieht. Bekannt ist die Gegend auch für ihre zahlreichen Sonnenstunden: Wenn die Sonne morgens über der Texelgruppe aufgeht, tanken mediterrane Pflanzen hier ebenso warme Strahlen wie die Besucher. Keine Geringere als Elisabeth, Kaiserin von Österreich, machte Meran durch ihre Besuche zum boomenden Luxuskurort. Einiges erinnert noch heute an den Glanz, den sie mitbrachte – etwa der „Sissi-Weg“. Er verbindet ihre erste Residenz, Schloss Trauttmansdorff, mit der Altstadt. Weitere Stammgäste waren literarische Größen wie der Autor Franz Kafka, an den die Stadt gerne mit Veranstaltungen erinnert.

 

Vinschgau

Der Westen Südtirols steckt voller Kontraste – Palmen und Gletscher, Marmor und Marillen, waghalsige Biketrails und gemütliche Waalwege wollen mit allen Sinnen erfahren werden. Insta-Spot Nummer eins ist ein Kirchturm im glasklaren Wasser, neben dem oft bunte Kites dahinfliegen. ©IDM Südtirol-Alto Adige/Matt Cherubino

Ein versunkener Turm im See ist nicht nur Wahrzeichen und Insta-Hotspot des Vinschgaus, sondern auch ein recht trauriger Beweis einer moralisch bedenklichen See-Stauung im Jahr 1950. Nichtsdestotrotz ist der Reschensee heute mit seinen sechs Kilometern Länge und dem glasklaren Wasser, über dem tagsüber meist bunte Kites dahinfliegen, ein Must-see auf dem Weg durch diesen Teil Südtirols. Ein Blick von unten auf den Sonnenberg zeugt von dessen Variantenreichtum: Hier besticht die Gegend durch ihre einzigartige Ästhetik. Grund dafür ist die Kargheit des Bergs, an der das Auge hängen bleibt.

 

Überetsch-Unterland 

In der berühmten Anbauregion rund um den Kalterer See kann man Wein erleben und genießen, alpenländische Traditionen und mediterranes Lebensgefühl spüren, sporteln und die Seele baumeln lassen – wo das Herz so für Wein und Kultur schlägt, bleibt genug Platz für Müßiggang und Genusswanderungen. ©IDM Südtirol-Alto Adige/Peter von Felbert

Hier dreht sich alles um edle Tropfen: In der Gegend um Kaltern und Eppan mit ihrem mediterranen Klima, den Alpen als Kälteschutz im Norden und dem leicht erwärmbaren Boden erstreckt sich das bedeutendste Weinbaugebiet Südtirols. Dabei hat man sich stark dem rubinroten Vernatsch verschrieben – das brachte in den vergangenen Jahren einen gehörigen Qualitätsschub bei dem traditionsreichen Rotwein mit sich. Aus der Umgebung kommen dazu gut strukturierte Merlotweine und ausgewogene Cabernets, während sich in den höheren Lagen Pinot Grigio, Weißburgunder, Chardonnay, Sauvignon blanc und Blauburgunder entfalten; das Südtiroler Unterland ist außerdem die Heimat des Gewürztraminers. Prächtige Gutshöfe und geschichtsträchtige Burgen und Schlösser zieren indes die Landschaft.

 

Pustertal & Salten-Schlern

Schroffe Gipfel, malerische Seen und beinahe unendlich viele Möglichkeiten für Outdoor-Begeisterte: Zwischen dem Pustertal und Salten-Schlern schlägt das Herz der Dolomiten – wo fulminante Highlights auf Naturbegeisterte und Travel-Influencer warten. ©IDM Südtirol-Alto Adige/Harald Wisthaler

Lust auf die volle Dosis Natur? Inmitten der Dolomiten kommen Outdoor-Fans, Instagram-Hotspotter und Adrenalinjunkies auf ihre Kosten. Dabei präsentiert sich die Landschaft im Pustertal, auch als das „Grüne Tal“ bekannt, erst idyllisch, dann plötzlich aufregend; weitläufige Almen warten vielerorts darauf, gemütlichen Schritts entdeckt zu werden. Dabei kann das perfekte Urlaubsfoto an einem der abgeschiedenen Seen entlang der Wanderwege entstehen. Herausragend ist der Pragser Wildsee – ein hochromantisches Naturdenkmal, in dessen grünblau schimmerndem Wasser sich die schönsten Gipfel spiegeln. Ein Must-take für Reiseblogger sind auch die Drei Zinnen, und dabei ist es egal, ob die atemberaubende Aussicht von oben fotografiert wird oder das Bergmassiv als Hintergrund für dramatische Bilder dient.

 

Wipptal & Eisacktal

Wie von Meisterhand gemalt präsentieren sich die Regionen Wipp- und Eisacktal: Unberührte Almen, pittoreske Holzhütten und atemberaubende Bergkulissen erwarten die Besucher. Dazu kommen traumhafte Hideaways für Erholungssuchende und urbanes Flair in den beiden „Hauptstädten“. ©IDM Südtirol-Alto Adige/Alex Filz

Ein Geheimtipp gleich hinter der Landesgrenze zu Österreich ist das Wipptal mit seinen verschlungenen Seitentälern. In malerischen Dörfern leuchtet Blütenpracht von den Balkonen der Bauernhöfe. Sanfte Almenrunden, bei denen man nach jeder Kurve einen Fotostopp einlegen möchte, sind wie geschaffen für all jene, die es beim Wandern langsam angehen wollen, aber auch viele Kilometer an markierten Wegen stehen zur Auswahl, die für Abenteuerlustige den einen oder anderen anspruchsvollen Klettersteig bieten. Mountain und E-Biker können aus dem umfangreichen Wegnetz wählen. Sterzing ist der Mittelpunkt des Wipptals und die nördlichste Stadt Italiens – die Gemeinde, an der viele nur auf der Autobahn vorbeiziehen, punktet mit ungeahntem Charme: Bürgerhäuser, malerische Einkaufsstraßen und mittelalterliche Plätze glänzen vor beeindruckender Bergkulisse.

Text: Marie-Theres Auer, Marion Genetti und Michaela Hessenberger

Dieser Artikel erschien in der Falstaff TRAVEL Ausgabe Frühling 2022.

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